Aktivitäten

Musik und Theater
Obwohl die Fächer Kunst und Musik nicht zum obligatorischen Fächerkanon einer Wirtschaftsschule zählen, wissen wir - ausgehend von einem ganzheitlichen Erziehungs- und Bildungsansatz - um die Bedeutung der Förderung der musisch-kreativen Fähigkeiten.
Seit vier Jahren existiert der Chor "The Happy Mary Mountain Singers" unter Leitung von Peter Veiser. Zum Liedrepertoire gehören schwerpunktmäßig Gospels und Lieder aus Musicals. Der Chor gestaltet Abschlussgottesdienste sowie Feiern und Feste.
Das Theaterspiel ist für unsere Schule ein wichtiger Bestandteil. Besonders aus dem Deutschunterricht sind in den letzten Jahren immer wieder Theateraufführungen erwachsen. Anlässlich der 150-Jahr-Feier der Schule Marienberg im Oktober 2007 wurde eigens für dieses Jubiläum ein Bühnenstück verfasst, das die Geschichte der Höheren Handelsschule Marienberg in szenischen Collagen nacherzählt.
Seit diesem Schuljahr haben wir eine Theater-AG unter Leitung von Herrn Esters fest in den Stundenplan integriert. In Planung ist eine Revue, die in ca. 10 kürzeren Stücken (Filmszene, Werbeszene, Dramenszene, Tanzstück u.a.), die in unterschiedlichen Konstellationen in der Schule, in Altersheimen, für Eltern und bei der Abschlussfeier aufgeführt werden soll. Kostüme, Requisiten und Bühnenbild werden von den Schülerinnen selbst erstellt.
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Schule macht Werbung - Handelsschülerinnen managen PR-Aktion für ein Bistro
„So macht Unterricht richtig Spaß“. Charline Limbach und einige ihrer Mitschülerinnen der Höheren Handelsschule Marienberg sitzen bei einem Cappuccino in der Neusser Hafenbar. Der Bistrobesuch ist Genuss und Unterrichtsarbeit zugleich. Er ist Bestandteil einer ganz praktischen Unterrichtsreihe zu Marketing, Werbung und Public Relations (PR).
Statt nur Lehrbücher und Werbesprache passiv zu analysieren, suchten die Schülerinnen die Nähe zur unmittelbaren Praxis. Ganz in der Nachbarschaft der Erzbischöflichen Mädchenschule wurden sie fündig. Der Geschäftsführung der Hafenbar gefiel die ungewöhnliche Idee – eine so genannte Win-win-Situation war geschaffen: Das Lernen der Schülerinnen sollte zur PR-Kampagne für das Bistro im Hafen werden.
Kurz nach dem Briefing verwandelte sich der Klassenraum der OIV in eine Werbeagentur. Zunächst erarbeiteten die Schülerinnen eine PR-Strategie: Gegenstand der Kampagne sollte ein besonderes Frühstück sein – Zielgruppe waren Schüler und Jugendliche. Hieraus leiteten sich die PR-Maßnahmen ab: Auf die Zielgruppenanalyse in Form einer Umfrage folgten ein Slogan-Wettbewerb, Websites, Blogs, Pressemeldungen und ein Flyer. Nicht zuletzt gehörte eine Sandwich-Werbung in der Neusser Innenstadt zum Projekt.
Anfang November zog Kommunikationslehrer Paul Esters ein erstes Fazit: „Der unmittelbare Erfolg von PR ist für den Auftraggeber nur schwer messbar. Für unsere Schülerinnen liegt der Lerneffekt aber schon jetzt auf der Hand: Spaß am Lernen und Motivation durch Erfolg.“ Schulleiterin Gerda Himmels sieht das ähnlich: „Für uns als Handelsschule ist Berufsorientierung oberstes Gebot. Und wenn wir diese Notwendigkeit kreativ vermitteln können, ist das ein großer Gewinn für unsere Schüler und unsere Partnerunternehmen.“
Strudel heißt Strudel
Europäische Geschichte und Kultur haben Eingang in die europäischen Sprachen gefunden. Diesen sprachlichen Wurzeln und Gemeinsamkeiten kam ein deutsch-tschechisches Schülerprojekt auf die Spur. Ihre Forschungsgegenstände: zwei Zeitungen – die deutsche NGZ und das tschechische „Spektrum“.
Vorurteile und wenig Interesse standen am Anfang. Als Kommunikationslehrer Paul Esters den Schülerinnen der Klasse O III der Höheren Handelsschule Marienberg ein Gemeinschaftsprojekt mit einer tschechischen Schule vorstellte, kam wenig Begeisterung auf. Zu fern schien der nahe östliche Nachbar.
Diese Einstellung sollte sich im weiteren Verlauf der Unterrichtsreihe ändern. Auf den Tischen der Handelsschülerinnen landeten im November nämlich keine theoretischen Arbeitsblätter, sondern aktuelle Tageszeitungen aus Tschechien und Deutschland. Dabei bereitete das tschechische „Spektrum“ naturgemäß enorme Schwierigkeiten. Erst auf den zweiten Blick eröffnete sich den deutschen Schülerinnen eine völlig neue Perspektive. An der Tafel notierten sie tschechische Wörter, die deutschen Begriffen ähnelten: Demokratie, Theater, Schule etc. Auch ein scheinbares Kuriosum war dabei: Apfelstrudel bezeichnet sowohl im Deutschen als auch im Tschechischen eine leckere Dreingabe zum Nachmittagskaffee.
Parallel zur deutschen Mädchenschule kamen die Schüler aus dem tschechischen Dolni Becva zu ähnlichen Ergebnissen. Bei der Analyse der Neuss-Grevenbroicher Zeitung entdeckten auch sie viele ähnliche Begriffe, die im Deutschen und Tschechischen dieselbe Sache bezeichnen.
Ausgehend von diesen sprachlichen Gemeinsamkeiten war es nicht weit zu einem größeren Brückenschlag. Bei der strukturierten Betrachtung der Begriffe wurde den Partnerklassen bewusst, dass Tschechien und Deutschland auf denselben politischen, kulturellen und religiösen Fundamenten stehen. Über die gemeinsamen Begriffe wuchs bei den Schülerinnen die Einsicht, dass Europa nicht nur eine politische Union, sondern ein historisch gewachsener Verbund ist. Ganz nebenbei lebten sie über die Zusammenarbeit mit den tschechischen Schülern ein Stück dieser europäischen Gemeinschaft.
Gerda Himmels, die Schulleiterin der Erzbischöflichen Mädchenschule, begrüßt den west-östlichen Brückenschlag: „Als Handelsschule wollen und müssen wir europäisch denken. Wenn das schon in der Schulzeit ganz praktisch gelingt, werden unsere Schülerinnen später keine Scheu vor den Herausforderungen globaler Strukturen haben.“
Schülerinnen des Berufskollegs Marienberg auf Abschlussfahrt in die Champagne
Eine dreitägige Abschlussfahrt nach zwei Jahren fleißigen Lernens hatte sich der Französischkurs der Höheren Handelsschule Marienberg verdient. In Begleitung ihrer Französischlehrerin Marie Antony steuerten acht Schülerinnen Châlons en Champagne an, die Partnerstadt von Neuss.
Mit einem Kleinbus reiste die kleine Schülergruppe über Reims, wo eine Betriebsbesichtigung bei Arcelor Mittal, einem Betrieb des größten Stahlherstellers der Welt, stattfand. Einheitlich im Abi-Abschlusshemd formulierten die jungen Frauen Fragen zum Produktionsablauf im Unternehmen. Wegen der strengen Sicherheitsrichtlinien waren alle Teilnehmerinnen der Betriebsbesichtigung mit Helm, Sicht- und Gehörschutz ausgestattet. Der Leiter des Zentrallagers für Edelstahl und Aluminiumprodukte begleitete die Führung und stellte sich den Fragen der Schülerinnen zu Vertriebswegen, aber auch zu Praktikumsmöglichkeiten. In Zukunft sollen die Marienbergerinnen Praktika auch im Ausland machen können.
Neben der Betriebsbesichtigung und dem Ausprobieren der erworbenen Sprachkenntnisse in wirklichen Lebenssituationen ging es natürlich auch darum, touristische Sehenswürdigkeiten des Nachbarlandes zu erkunden.
So verbrachten die Schülerinnen zur Entspannung den Nachmittag in der Innenstadt von Reims. Beim selbständigen Aussuchen und Bestellen von “Croque-Monsieur“ sowie beim Bummeln in Modegeschäften wurde wieder Französisch gesprochen und verstanden!
Während einer Kellereibesichtigung wurde auf Französisch und mit vielen Gesten die Champagnerherstellung erklärt. Anschließend durften die Schülerinnen zwei Champagner im Vergleich versuchen. Damit dies nicht auf leeren Magen geschah, reichte die Winzerin eine Gebäckspezialität aus Reims dazu. Einige Schülerinnen entschlossen sich, hier ihr Mitbringsel für die Eltern zu kaufen.
Am dritten Morgen steuerte die Gruppe nach einem gemütlichen Frühstück mit Baguettes und Croissants Châlons en Champagne an. In Kleingruppen wurde die historische Innenstadt erkundet.
Am Lycée Jean Talon wurden persönliche Kontakte geknüpft, die schon bald zu einem Schüleraustausch zwischen dem Erzbischöflichen Berufskolleg Marienberg und dem Lycée führen werden.
Diese Abschlussfahrt war ein weiteres Projekt zum Thema „Europa“. Schulleiterin Gerda Himmels freut sich über die Reiselust ihrer Schülerinnen: „Eine solche Fahrt ermöglicht unseren Schülerinnen Einblicke in die zukünftige, europäisch geprägte Arbeitswelt. Darüber hinaus lernen sie Land und Leute kennen.“
Nichtraucherprojekt
Seit Beginn des Schuljahres 2008/09 beteiligt sich unsere Schule am Nichtraucherprojekt des „fitnetz – das gesunde Netzwerk“, zu dem die Caritas, das Gesundheitsamt und die Kreispolizeibehörde Neuss gehören.
Dabei geht es zwar primär um das Rauchen, aber auch um alle anderen süchtig machenden Drogen.
Ziel ist es, in enger Zusammenarbeit zwischen Schülerinnen und LehrerInnen eine Strategie zu entwickeln, wie man von der Sucht loskommt, vor allem aber Maßnahmen zur Vorbeugung zu entwickeln.
Um das Projekt sinnvoll und realitätsnah an unserer Schule durchzuführen, brauchen wir natürlich Schülerinnen, die aktiv an der Erarbeitung dieses Konzepts mitarbeiten. Um einen kleinen Anreiz zu liefern, bekommt jede Schülerin bei regelmäßiger Teilnahme ein Zertifikat ausgestellt und erhält bei Interesse die Möglichkeit, sich selbst zu diesem Thema fortzubilden.
Privatsphäre 2.0
Viele Schülerinnen ahnen nicht, welche und wie viele Informationen über sie bereits im Internet kursieren. Unsere Schülerinnen entwickeln und gestalten weitgehend eigenverantwortlich eine Wettbewerbsbroschüre, die sich mit den Gefahren des Internets, insbesondere den gängigen Schülerforen, auseinandersetzt. Zum Projekt gehört auch der Besuch einer externen Expertin, die den Schülerinnen die Gefahren eines unkritischen Umgangs mit derartigen Chats und Foren erläuterte.




